Wir tun was: Müll soweit das Auge reicht…

Verfasst von Frau Schüler und die AES-Gruppe R8b/R8c.

„Ein Projektvorhaben zum Lernen durch Engagement planen und durchführen“ – so steht es im neuen Bildungsplan für AES (Alltagskultur, Ernährung und Soziales) geschrieben. Also machten wir uns ans Werk. Nach der Phase der Ideenfindung war das Projekt recht schnell organisiert. Wir haben Gruppen eingeteilt, die sich um alles Notwendige kümmerten.
Ein Gruppe koordinierte die Termine, eine formulierte den organisatorischen Schriftverkehr, eine Andere kümmerte sich um die benötigten Geräte und das Material, die Letzte legte die zu säubernden Orte fest.
Am Freitag, den 12.07.2017 um 9.00 Uhr trafen wir uns ausgerüstet mit Handschuhen und Müllsäcken mit unserer AES-Lehrerin Frau Schüler in der Aula der Schule. Der Hausmeister, Herr Mihajlovic lieh uns Müllzangen aus und ging mit uns zum Bauhof um uns weitere Greifer zu organisieren, so hatte jeder der Gruppe einen. Ein Herzliches Dankeschön hierfür.

Die erste Gruppe säuberte das Gebiet rund um die Schule bis zur Halle und die Pausenhöfe. Auf dem Weg, der hinter der Schule entlang führt fanden sich unzählige Stifte, Papiere und Durstlöscherpackungen. Überhaupt ist uns der Durstlöscher besonders negativ aufgefallen, die Röhrchen und die Hüllen, die sich einst darum befanden, liegen überall herum und lassen sich mit den Greifern kaum aufsammeln. Die  an dem Tag im Pausenhof überfüllten Mülleimer wurden vom Wind teilweise wieder geleert und der Inhalt verteilte sich erneut auf dem Gelände.

Eine zweite Gruppe ging über die Villa Urbana bis zum Sportplatz. Am stärksten verschmutzt war der Parkplatz. Auffallend dort: Unmengen an „Wir kaufen ihr Auto“-Karten und viel Plastikmüll. Leider gibt es am Schwimmbadparkplatz zu wenige Mülleimer, was aber keinesfalls eine Entschuldigung dafür sein kann, den Müll in die Umwelt zu entsorgen.

Im Gebiet um den Rewe herum gab es für die dritte Gruppe viel zu tun. Auffällig war vor allem die Menge an leere Glasflaschen und ganz viele Zigarettenstummel, so viele, dass das einzelne Aufsammeln nahezu vergeblich war.
Sehr gefreut haben wir uns, als wir angesprochen wurden, was wir tun und zur Unterstützung 5 Euro für ein Eis bekamen. Zusammen mit zwei Euro die eine Schülerin beim Müllsammeln fand gab es eine leckere Belohnung für die ganze AES-Gruppe.

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Die Gruppe im Ortsbereich Drogeriemarkt bis Aldi fand sehr viel Müll am Bachlauf entlang, auch eine Schweinsblase als Überbleibsel der Fastnacht. Vor allem in Hecken werden gerne Glasflaschen und Bäckereitüten gesteckt.

Dreieinhalb Stunden später trafen wir uns mit unserem Müllberg wieder in der Aula. Gewogen haben wir es nicht, aber grob geschätzt waren es ca. 4-5 voll gepackte Urlaubskoffer Müll, den wir dann sachgerecht entsorgt haben.

Am überraschendsten fanden wir die Menge an Müll obwohl es gefühlt alle 10 Meter öffentliche Mülleimer gibt.  Nachdenklich stimmte uns auch der Gedanke, dass wir zwar viel getan haben, aber es einige Tage später wieder genauso aussehen wird.
Trotzdem kommen wir mit einem guten Gefühl aus dem Projekt, denn wir tragen selbst dazu bei, dass unsere Zukunft besser wird. Wir haben viel positives Feedback erhalten und hoffen, dass es einige Nachahmer geben wird. Vielleicht denken die Menschen, die uns gesehen haben darüber nach wie man weniger Müll erzeugt und den anfallenden nicht achtlos in die Umwelt wirft.
Das Projekt war schnell organisiert und ist sehr simpel durchführbar, wir haben uns überlegt, dass es eine gute Möglichkeit wäre für alle, die gerne aktiv zupacken und schnell etwas bewirken wollen statt nur darüber zu reden. Nach- und Mitmacher sind also erwünscht, wir stellen gerne unser Planungsmaterial zur Verfügung.
Unser Motto lautet nicht „Friday´s for Future- frei“  sondern „Friday ´s for Future ACTIVE!“